Jean Jacques Dünki – POUR LE CLAVIER

Jean-Jacques Dünki – Klavier, Hammerflügel, Clavichord
Alle Kompositionen von Jean-Jacques Dünki

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Les cinq sens; Hommages à L.C. I-; autour du 6ème sens/le 6ème sens;
Trois fragments du “retour de Cythère”; Kinderstücke;
Kammerstück III auf den Namen Robert Schumann; Landscape; Cinq études pour le clavier;
Cinq études pour le clavicorde

Die Instrumente:
Steinway – Hamburg 2017
Fortepiano John Broadwood – London 1802
Clavichord Thomas F. Steiner – Basel 2006 (nach Friederici – Gera 1773)

Seit Jahrzehnten hat sich der Komponist und Pianist Jean-Jacques Dünki (*1948) als wichtige Stimme unter den zeitgenössischen Musikschaffenden in der Schweiz etabliert. Als Solist, Kammermusiker, Klavierpädagoge und Forscher geniesst er internationales Renommee. Das Album „pour le clavier“ präsentiert eine retrospektive Gesamtschau seiner Kompositionen für Tasteninstrumente. Für PIANOVERSAL hat Jean-Jacques Dünki seine Musik auf drei verschiedenen Instrumenten selber aufgenommen: auf dem modernen Flügel (Steinway D, Hamburg 2017), auf einem historischen Hammerflügel (Broadwood, London 1802) und auf Clavichord (Thomas F Steiner, Basel 2006; nach Friederici, Gera 1773). „Pour le clavier“ gibt Einblick in Jean-Jacques Dünkis Kreativität und Vielfalt als Komponist und Interpret und in seine lebenslange Auseinandersetzung mit dem Klavier und dessen historischen Vorgängerinstrumenten.



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Jean-Jacques Dünki - „POUR LE CLAVIER“

Auf Tasten der verschiedensten Art zu spielen belebt die Imagination eines Spielers wie diejenige eines Komponisten. Selbst der Ausdruck eines Werkes ändert sich je nach Instrument, auf dem es erklingt. Aufgrund dieser Überzeugung habe ich für die vorliegenden Aufnahmen drei Tasteninstrumente ausgewählt, die unterschiedlicher nicht sein könnten: das ‚archaische’ Clavichord, dessen Ursprung im 15. Jahrhundert und dessen Hochblüte im späten 18. Jahrhundert liegt; das Fortepiano, ‚erfunden’ zu Beginn des 18. Jahrhunderts und als Universalinstrument im frühen 19. Jahrhundert gebraucht; schliesslich der (zur Zeit dieser Aufnahme) als Standard geltende moderne Konzertflügel. Jedes dieser drei Instrumente will auf eine besondere Art angefasst werden und erklingen; als Spieler komme ich nicht umhin, mich selber zu verwandeln. Einige meiner Tastenkompositionen, die sich insgesamt über ein halbes Jahrhundert erstrecken, erklingen hier in Varianten für zwei verschiedene Instrumente: das gilt für die Études I – V, das Kammerstück III und die Anderen Kinderstücke. Der Anlass war dabei weniger didaktisch als vielmehr die Lust an der Verwandlung. Und wie die Tonsprache ändern sich auch die Titel: meist auf französisch und deutsch, seltener auf englisch.

 

Les cinq sens (1980-83)
Dieser Zyklus existierte lange Jahre nur als Skizze und Vorlage für improvisatorisches Gestalten. Erst 1980 fasste ich den Mut zur Niederschrift; der Duktus des Improvisierens mag in den Stücken noch hörbar bleiben.

autour du 6ème sens / le 6ème sens (1994)
In den 1980er Jahren spielte ich den Zyklus der fünf Sinne sehr häufig in Konzerten, und immer mehr entstand der Wunsch, ein weiteres Stück dazu zu komponieren, gewissermassen als Quintessenz. Auch hier benötigte ich Jahre des Experimentierens, bis ich das Doppelstück schliesslich zu Papier brachte; es ist Alfred Zimmerlin gewidmet.

Hommages à L.C. I - IV (1981-1986)
Hier verdanke ich die Anregung dem Werk des tiefgründigen Clavecinisten Louis Couperin, der für mich einer der grössten Meister des 17. Jahrhunderts ist. Insbesondere seine „préludes non mesurés“, notiert als eine Kette von Notenköpfen, Bögen und Schlaufen, sowie seine „Sarabandes“ und ausgelassenen „Gigues“ faszinieren mich bis zum heutigen Tag. „Hommages“ verstehe ich hier als Anknüpfung und auch Auseinandersetzung mit dem verehrten Vorbild.

Kammerstück III auf den Namen Robert Schumann (1986-89)
Ursprünglich ein kurzes „Lamento“, zu welchem sich die Buchstaben von Robert Schumanns Namen in die Konstruktion fügten, um die ich während dreier Jahre rang. Als Ehrung für Robert Schumann gedacht, wurde das Stück jedoch auf einer weiteren Ebene zur Auseinandersetzung mit der (für mich noch immer rätselhaften) Musik des 19. Jahrhunderts.

Kinderstücke (1995)
Innert wenigen Sommertagen entstanden, sind diese Stücke (um mit Schumann zu sprechen) „für Erwachsenere“, wenn nicht gar für das „Kind im Manne“ gedacht. Dafür sprechen auch die Titel der einzelnen Nummern und auch der Einsatz des „E-bow“, eines Magneten, der die Saiten des Flügels in konstante Schwingung bringt.

Trois fragments du „retour de Cythère“ (2007/8)
Dieser äusserst geraffte Miniaturzyklus ist eine Kompilation aus drei Solopassagen für Klavier des Ensemblewerks “un retour de Cythère”, 2007 für ein Festival in La Chaux-de-Fonds komponiert.

Landscape (1976)
Eine graphische Partitur, auf einer Reise durch das schottische Hochland entstanden.

Cinq études pour le clavier (1990-2012)
Ein Zyklus, dessen Ende ich nicht abzusehen vermag und der mich seit bald dreissig Jahren beschäftigt. Es handelt sich um “Études” mehr für den Vortrag als für spezifische Techniken.

Étude I (1990-93)
Die Keimzelle dieses Stücks entstand in einem winzigen Hotelzimmer in der Provence auf meinem Reiseclavichord. In der Folge minutiös ausgearbeitet und in drei Fassungen für Clavichord, Fortepiano und modernen Flügel ausnotiert (die letztere Fassung liess ich später fallen), beschäftigt mich das Stück bis heute.

Étude II (2012)
Eine stille Komposition, auf den Tod meiner Mutter entstanden. Etwas später instrumentierte ich das Stück für mein erstes Streichquartett.

Étude III (1990-93)
Ein mutwilliges Scherzo, allermeist mit der rechten Hand allein auszuführen; es endet frech und abrupt.

Étude IV (2002)
Eine weitgefasste musikalische Landschaftsstudie, im Winter in Soglio (Bergell) entstanden, in der Notation der Couperin’schen “préludes non mesurés”.

Étude V (2007)
Aufbegehrend und zerrissen, gleichsam wie ‘zerbrochene Säulen’ klingend, vertont diese Komposition eines der trostlosesten Gedichte von Baudelaire, “réversibilité”. Kurz später integrierte ich dieses Stück ins Ensemblewerk “Un retour de Cythère”.

Andere Kinderstücke (1960-2002, resp. 1982-2003)
Unter diesem zusammenfassenden Titel gibt es etwa zehn verschiedene, meist sehr kurze Stücke, entweder Geburtstagsgaben für (neugeborene) Kinder, oder spielerische Studien, die auf historischen Instrumenten adäquater klingen als auf modernen.

Zwei Studien (2004)
Zu Beginn reine Clavichordstücke, die in grossem Kontrast zueinanderstehen. Beide wurden für das Werk “un retour de Cythère” umgearbeitet: Nr. 1 für Streichquartett, Nr. 2 für Schlagzeugduo und Kontrabass.


©Jean-Jacques Dünki

iJean Jacques Dunki Oktober 2005 kleiner
Jean-Jacques Dünki - Bio

 

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Das Album ist im PIANOVERSAL-Shop digital oder als CD erhältlich. Hier geht es zum PIANOVERSAL-Shop!

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